KI-Strategie für die Gesundheitsverwaltung: Struktur und Orientierung in einem regulierten Umfeld 

Auf einen Blick

Kunde:  Eine Kassenärztliche Vereinigung
Branche: Öffentliche Gesundheitsverwaltung
Herausforderung: KI-Einstieg in einem stark regulierten Umfeld ohne klare Orientierung
Lösung: Entwicklung einer ganzheitlichen KI-Strategie inklusive Target Operating Model und Roadmap
Ergebnisse: Eine belastbare KI-Roadmap und ein Framework für die organisatorische Verankerung

Herausforderung
Navigieren im Nebel – der schwierige Start in die KI-Welt

Gerade im öffentlichen Sektor und im Gesundheitswesen ist der Einsatz Künstlicher Intelligenz mit einem besonderen Spannungsfeld verbunden: Auf der einen Seite liegen enorme Potenziale – etwa für effizientere Verwaltungsprozesse, bessere Versorgung und einen leichteren Zugang zu Leistungen. Auf der anderen Seite geht es um besonders sensible Daten, hohe regulatorische Anforderungen und Entscheidungen, die unmittelbar Menschen betreffen. Der Anspruch, KI verantwortungsvoll und sicher einzusetzen, ist hier daher besonders hoch. Umso entscheidender ist die Frage, wie Organisationen den Einstieg gestalten können, ohne zwischen Innovationsdruck und Vorsicht stecken zu bleiben.  

Für viele Organisationen in der öffentlichen Verwaltung ist der erste Schritt in Richtung Künstliche Intelligenz daher eine enorme Hürde, häufig beginnt er bei Regulierung. Oft ist die Reaktion auf den Wunsch der Mitarbeitenden, KI-Tools zu nutzen, zunächst ein generelles Verbot, um die strengen Datenschutz- und Compliance-Regeln nicht zu verletzen. Während dies eine scheinbare Notwendigkeit ist, liegt darin doch eine Gefahr: Verbote führen häufig zu einer sogenannten Schatten-KI, bei der Tools unkontrolliert und unsichtbar im Hintergrund genutzt werden. 

Zudem zeigt sich oft ein klassisches Henne-Ei-Problem. Es werden zwar Steuerungsgremien ins Leben gerufen, die bei der KI-Nutzung wichtig werden; doch diese haben vor der Tooleinführung noch keine konkreten Anwendungsfälle, die sie steuern könnten. Gleichzeitig fehlt es oft an der notwendigen Investitionsbereitschaft, solange die Potenziale nicht durch erste Pilotprojekte bewiesen wurden. Erschwert wird die Situation einerseits, dass kulturelle Veränderungen in der Gesundheitsverwaltung oft sehr lange brauchen. Andererseits durch Budgetkürzungen und mitunter fehlende Voraussetzungen in den Bereichen Technik, Prozessklarheit und Datenqualität in einer kassenärztlichen Vereinigung. 

 

Lösungsansatz
Ein ganzheitliches Target Operating Model für messbaren Erfolg

Um dieser Komplexität zu begegnen, haben wir nicht nur eine theoretische Strategie entwickelt, sondern bringen erfolgreiche Aspekte unseres Target Operating Model gemeinsam mit der KV in Wirkung. Dieses dient als eine Art „KI-Betriebssystem“ für die gesamte Organisation und beantwortet die Frage, wie KI in Zukunft verankert wird. Es definiert den Weg von der übergeordneten Governance und Steuerung über die Auswahl und Priorisierung von Anwendungsfällen bis hin zur operativen Umsetzung im Alltag. Ein wesentlicher Teil war dabei die Überprüfung und Weiterentwicklung der Cloud-Infrastrukturen, um eine sichere Entwicklung und einen stabilen Betrieb der KI-Anwendungen zu gewährleisten. 

Die Umsetzung stützt sich auf drei zentrale Hebel: 

  • Die Strategie ist bewusst realistisch, umsetzbar und finanzierbar gestaltet. Im Zentrum steht ein messbarer Nutzen, insbesondere die Steigerung der Kosteneffizienz in Massenprozessen. Wir fokussieren uns hierbei auf Bereiche wie die Abrechnung, die Qualitätssicherung sowie die Bearbeitung von Anträgen und Widersprüchen. 

„In einem stark regulierten Umfeld wie der öffentlichen Gesundheitsverwaltung ist die größte Hürde nicht die Technik, sondern die Angst vor dem Unbekannten. Unser Ziel war es, diese Unsicherheit durch eine klare Struktur und ein Target Operating Model zu ersetzen. So wird Künstliche Intelligenz nicht primär als Risiko, sondern als echte Chance für eine messbare Effizienzsteigerung begriffen.“

Dr. Valentin Kemper, Head of Consulting Insurance and Health 

Ergebnisse und Nutzen
Von der Vision zur konkreten Roadmap

Durch die Zusammenarbeit wurde aus der anfänglichen Orientierungslosigkeit ein klarer Fahrplan. Die Organisation verfügt nun über eine fundierte Grundlage, um KI nicht mehr nur als Risiko, sondern als Werkzeug zur Effizienzsteigerung zu betrachten. 

  • Klarheit und Sicherheit: Durch die etablierte KI-Governance wird das Risiko von Schatten-KI minimiert und die Compliance sichergestellt.
  • Priorisierte Roadmap: Es existiert eine konkrete Liste von Anwendungsfällen, die nach Nutzen und Umsetzbarkeit sortiert sind und eine schnelle Realisierung ermöglichen.
  • Effizienzpotenziale identifiziert: Besonders in den Massenprozessen der Verwaltung wurden Hebel identifiziert, die zu einer signifikanten Zeit- und Kostenersparnis führen können. 
  • Befähigung der Organisation: Durch die Communities und Schulungen wird das Wissen in die Breite getragen, sodass die Organisation eigenständig mit der Technologie wachsen kann. 

Stehen Sie ebenfalls vor der Herausforderung der KI-Nutzung im regulierten Umfeld?

Dr. Valentin Kemper und sein Team entwickeln mit Ihnen gemeinsam Ihre passende KI-Roadmap! Sprechen Sie ihn einfach an.

Ansprechpartner:innen

Head of Consulting Insurance & Health
Dr. rer. nat. Psychologie & Neurowissenschaften
Diplom-Physiker

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Valentin verantwortet den Bereich Insurance & Health Consulting bei Comma Soft. Sein besonderes Interesse liegt darin, wie Unternehmen durch Machine Learning und andere neue Technologien Prozesse optimieren und Erkenntnisse aus ihren Daten gewinnen können. Dabei legt er großen Wert auf zielorientiertes Projektmanagement und eine enge Abstimmung mit den Fachbereichen. Außerdem betreut Valentin die Data Competence Trainings von Comma Soft. Durch diese Trainings wird die bereichsübergreifende Datenkompetenz von Mitarbeiter:innen gestärkt. Dies schafft die Voraussetzung für eine erfolgreiche Einführung und Operationalisierung datengetriebener Geschäftsprozesse.

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