Vom CDO zum Data Success Board: So gelingt die Transformation zur Data Driven Company

Datenbasiert Insights erhalten und Entscheidungen treffen, Prozesse mit Daten optimieren, (Generative) KI nutzen: All das wünschen sich viele Unternehmen. Sie besetzen die Rolle des Chief Data Officers (CDO), der oder die dafür eine entsprechende Datenstrategie aufstellen und umsetzen soll – und in vielen Fällen scheitert. Warum? Weil man diesem Thema allein kaum gerecht werden kann. Wir zeigen Ihnen hier, warum Daten besser als Teamsport gedacht werden sollten und wie das „Data Success Board“ dabei hilft, die Datenstrategie nachhaltig im Unternehmen zu verankern und umzusetzen.

Ohne Daten müssen wir raten … Dass Daten einen hohen Stellenwert in unserer immer digitaler werdenden Welt haben, ist längst bekannt. Unternehmen brauchen sie, um Kundenbedürfnisse zu analysieren und Vertriebsmaßnahmen abzuleiten, um Produkte und Services zu optimieren und Prozesse effizienter zu gestalten. Allerdings waren Daten lange Zeit im Controlling verortet. Was die Daten nicht daran hinderte, auch in Fachabteilungen und Stabstellen aufzutauchen. Inzwischen haben die meisten Unternehmen einen digitalen Reifegrad erreicht, der mit einer Sensibilisierung für die Relevanz durchgehender digitaler und datengetriebener Prozesse einhergeht; Daten sollen in allen Prozessen nutzbar sein, über Abteilungen und Systeme hinweg. Nicht zuletzt, damit auch neue Technologien wie Generative KI nutzbringend zum Einsatz kommen können.

Die Krux dabei: Vielfach bleibt die konkrete Ausgestaltung der Vision des datengetriebenen Unternehmens unklar. Historisch gewachsene Anwendungslandschaften, Datensilos, Medien- und Prozessbrüche erschweren außerdem oft das Erreichen dieses Zielbilds. Die Datenlandschaft und die Datenströme müssen zunächst erfasst, konsolidiert und verschlankt werden. Erst dann lassen sich konkrete Use Cases zur Verbesserung der Datennutzung identifizieren und umsetzen. Dafür braucht es dann wiederum Kompetenzen in neuen Technologien wie Machine Learning und (Generativer) KI sowie „Data Literacy“ als allgemeine Datenkompetenz.

Case

Data Competence Training

Company-Track: Basiswissen für alle Mitarbeiter:innen
Business-Track: Datenkompetenz für Fachbereiche
Operations-Track: Technisches Know-how für IT-Fachkräfte & Analysten […]

„Um ein Kind großzuziehen, braucht es ein Dorf“

Das Sprichwort impliziert, dass für eine erfolgreiche, ganzheitliche Bildung die Erfahrung vieler Personen zusammenkommen muss. Das gilt auch im Fall der Datenstrategie. Denn wie soll ein Mensch alleine alle Abteilungen, Prozesse, Aufgaben und damit verbundenen Systeme und Daten überblicken und für alle Anwendungsfälle optimale Lösungen finden? Es braucht die Sicht der Fachabteilungen, die Tech-Perspektive, den Blick des Managements. Denn Daten lassen sich nicht einfach als ein neuer Organisationsbereich neben Business und IT stellen, sie sind vielmehr ein Querschnittsthema – das alle Unternehmensbereiche betrifft und an dem alle mitwirken sollten.

Vom CDO zum Data Success Board

Wie kann es konkret aussehen, wenn „alle“ mitwirken? Ein Modell zur Steuerung, das sich aus unserer Erfahrung in der Praxis bewährt hat, ist das „Data Success Board“. Es verankert das Thema Daten im C-Level und integriert es in den Strategieprozess. Mitglieder sind zunächst Teile der Geschäftsführung, die die Perspektiven Business und IT einbringen, sowie in vielen Fällen die Person mit der Rolle des CDO, die eine zentrale Sicht auf Daten in das Gremium einbringt. Das Board hält aufgrund seiner Besetzung enge Verbindungen zu relevanten Stakeholdern in der Organisation, z. B.:

  • Betriebs- bzw. Personalrat
  • Compliance-Beauftragte
  • Datenschutzbeauftragte
  • Vertreter:innen der Fachbereiche

Sie alle bringen ihre Erfahrung im Umgang mit Daten ein. Sie wissen, wo Prozesse stocken und Aufgaben durch fehlende, doppelte oder veraltete Daten erschwert werden und wo die Datenpflege vereinfacht werden muss. Gemeinsam können Sie den Bedarf an neuen Lösungen und Prozessverbesserungen erörtern und dabei Synergien schaffen. Und die Rolle des Chief Data Officers? Sie bleibt. Statt das Thema Datenstrategie allein zu stemmen, ist es nun aber auf mehreren Schultern verteilt. Der CDO moderiert das Board und ist im Lead, wenn es um die Umsetzung der Strategie geht.

Auf in die Umsetzung mit dem Data Success Board

Das Data Success Board koordiniert als Gremium die Gesamtsteuerung des Themas Daten auf der strategischen Ebene und erarbeitet die Vision für die Transformation zum datengetriebenen Unternehmen. Damit diese Vision operativ in Wirkung kommt, bedarf es einer tragfähigen Struktur für die Umsetzung. Hierbei haben sich fünf operative Säulen bewährt, auf denen das Data Success Board ruht. Jede Säule ist dabei als Arbeitsstrang innerhalb des Gesamtvorhabens zu verstehen, jeweils mit einem eigenen Lead. Eine hohe horizontale Vernetzung zwischen den Bereichen ist dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor in der Umsetzung.

Data Success Board

Datenstrategie nachhaltig verankern & operationalisieren

Die Einführung eines Data Success Boards und die Implementierung der fünf Säulen bieten Unternehmen einen strukturierten Ansatz, um die Transformation zu einer Data Driven Company erfolgreich umzusetzen. Der Weg dorthin ist jedoch keine einmalige Aufgabe, sondern ein kontinuierlicher Prozess, der eine ständige Weiterentwicklung und Anpassung erfordert. Das hier vorgestellte Methoden-Set bietet genau hierfür die entsprechende Grundlage.

Wenn Sie sich näher zum Data Success Board und dem Thema Datenstrategie austauschen wollen, wenden Sie sich gerne an Dr. Markus Knappitsch und seine Kolleg:innen. Hier können Sie Kontakt aufnehmen.